Überschuldung

Die Überschuldung ist – neben der Zahlungsunfähigkeit – einer der Gründe für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (§ 19 Abs. 1 InsO). Nach § 19 Abs. 2 InsO liegt eine Überschuldung dann vor, wenn das Vermögen des Schuldners (des Unternehmens) die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. In der Regel wird zunächst aus einer aktuellen Bilanz die sogenannte bilanzielle Überschuldung bzw. buchmäßige Überschuldung festgestellt. In einer daraus abgeleiteten Überschuldungsbilanz können dann jedoch z.B. stille Reserven und Rangrücktritte (für Schulden) berücksichtigt werden.