Durchgriffshaftung

Von Durchgriffshaftung spricht man, wenn die Gläubiger der GmbH ausnahmsweise (§ 13 GmbHG) nicht die GmbH in Anspruch nehmen, sondern direkt auf den oder die Gesellschafter durchgreifen können und für einen entstandenen Schaden diese haften müssen, obwohl die betreffende Gesellschaft eigentlich eine Haftungsbeschränkung besitzt. Typischerweise kommt das infrage, wenn die Verwendung der juristischen Person dem Zweck der Rechtsordnung widerspricht, z. B. Konzernhaftung, bei Rechtsmissbrauch, bei planmäßigem Entzug von Vermögen der GmbH, um Gläubiger „auszutricksen“. Besonders häufig sind dies Fälle der Vermögensvermischung (insbes. bei Ein-Personen-GmbHs). Die Durchgriffshaftung trifft ... Read more