Apostille

Wer in Deutschland eine Urkunde oder einen Vertrag aus einem anderen Land vorlegt benötigt in den meisten Fällen zum Nachweis ihrer Echtheit eine Bestätigung aus dem Herkunftsland. Im internationalen Rechtsverkehr wird das durch eine sogenannte „diplomatische Beglaubigung oder Legalisation“ oder einer anderen Beglaubigungs- oder Legalisationsform nachgewiesen.

Die „Apostille“ ist die Beglaubigungs- oder Legalisationsform, die zwischen den Vertrags- oder Mitgliedstaaten des multilateralen Übereinkommens Nummer 12 der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht im Jahre 1961 eingeführt wurde.

Halbwahrheiten zur Apostille

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Umgangssprachlich wird die Apostille in der Regel für ein Dokument gehalten. Eine „Apostille“ ist aber (nur) die (Über-)Beglaubigung eines Dokumentes, welches z.B. von einer öffentlichen Stelle oder einem Notar ausgestellt wurde. Am Beispiel der LIMITED könnte das z.B. ein „Certificate of Fact“ oder ein „Certificate of good Standing“ ausgestellt vom Registrar of Companies (Companies House) sein.

Die für eine LIMITED benötigte „Apostille“ – ausgestellt durch das britische Aussenministerium – bestätigt in diesem Fall, dass dieses „Certificate“ ein offizielles britisches Dokument ist. Die Apostille wird in der Regel auf die Rückseite des zu beglaubigenden Dokumentes aufgeklebt und bestätigt dadurch die Echtheit des umseitigen offiziellen britischen Dokuments.

LIMITED & APOSTILLE in Deutschland

Eine „Apostille“ – also die Beglaubigung von Dokumenten – einer LIMITED, wird in Deutschland in der Regel für die Anmeldung der Zweigniederlassung beim zuständigen deutschen Handelsregister benötigt. Auch Banken benötigen bei der Eröffnung eines Bankkontos für eine LTD

bei Änderungen der Organe (Directorwechsel etc.), oder , wird von Handelsregistern und deren Rechtspflegern, von Richtern oder Bankern meist eine Bestätigung bzw. ein aktueller Vertretungsnachweis gefordert. Dieser muss belegen, dass der – handelnde – Director die Limited (LTD) zum Zeitpunkt der Handlung auch tatsächlich vertreten darf. Dieser Nachweis soll in der Regel nicht älter als 6 Wochen sein.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es in Deutschland zwei Optionen gibt, diesen Nachweis zu führen:

1. not. Beglaubigung2. ApostilleOption 1 oder 2?do it yourselfAuftrag & Kosten
1. not. Beglaubigung
Bei dieser Option bestätigt der von uns beauftragte – deutsche – Notar, durch persönliche Einsichtnahme in das zentrale englische Handelsregister (Companies House) nach § 21 BnotO, das er sich persönlich davon überzeugt hat, dass der benannte Director in dieser Limited (LTD) eingetragen ist. Hierfür werden die Zugangsdaten der Company für den Online-Service des Companies House benötigt. Mit Hilfe dieser Option kann der Vertretungsnachweis innerhalb von 24h erfolgen, was zu einer zügigeren Eintragung bzw. Änderung führt.
2. Apostille
Bei einer Limited (LTD) ist das offiziell benötigte – englische – Dokument meist ein „Certificate of fact“ bzw. ein „Certificate of good standing“ welches vom Companies House ausgestellt werden muss. Dieses Certificate enthält die notwendigen Angaben zu Firma, Director, Shareholder etc..

Nachdem dieses Dokument vom Companies House erstellt wurde, muss es dem englischen Aussenministerium – vorgelegt werden. Dieses bestätigt mit einer Apostille, das es sich um ein echtes britisches Dokument handelt.

Dieses Dokument inkl. Apostille muss noch von einem gerichtlich vereidigten Übersetzer – übersetzt und dem Handelsregister oder der Bank vorgelegt werden. Es dient – versehen mit einer Apostille – nunmehr als Nachweis, dass die Limited (LTD) z.B. noch aktiv und nicht gelöscht ist und/oder die handelnde Person tatsächlich vertretungsberechtigt ist.

Option 1 oder 2?
Wenn sich in Ihrer Gesellschaft Änderungen ergeben haben und Sie aufgefordert werden, eine „Apostille“ vorzulegen, können Sie ganz bequem unseren „Apostille & Co.“- Service beauftragen. Geben Sie bitte vor bzw. bei Auftragserteilung unter Sonstiges an, für welchen Zweck die Dokumente benötigt werden.

Wir erledigen in diesem Fall folgendes für Sie: Wir klären durch Rücksprache bei der anfordernden Institution/Gericht/Person, die Bedingungen für die Akzeptanz der Dokumente. Reicht die notarielle Beglaubigung aus, reduzieren sich nicht nur die Kosten sondern auch der zeitliche Rahmen für die Beschaffung der Dokumente. Wir geben diesen Preisvorteil (Option I) an Sie weiter. Die hierbei zu erstellenden notariell beglaubigten Dokumente können innerhalb von 24h geliefert werden. Bei (Option II) muss das Certificate of Fact inkl. Apostille und Übersetzung beantragt werden. Dies dauert zwischen 14 Tagen und 4 Wochen.

do it yourself
Die Certificate inkl. Apostille können Sie auch selbst bestellen. Im LTD MANAGER wird detailiert erklärt, wie man ein Certificate of Fact und eine Apostille bei den britischen Behörden (Companies House und Aussenministerium) selbst anfordern kann.

Mehr Informationen zum LTD MANAGER finden Sie hier…

Auftrag & Kosten
Option I notarielle BeglaubigungApostille & Co.
20x19DE-Apostille & Co [PDF]

Option II – Certificate & Apostille Apostille & Co.
20x19EN-Apostille & Co [PDF]

Die Lieferzeit beträgt je nach Dokument zwischen 24 h bis – ca. 4 Wochen!
Die genauen Kosten erhalten Sie mit einer Auftragsbestätigung. Hier können Si emit uns Kontakt aufnehmen.